50 Jahre „Abbey Road“ – Eine Hommage

I might have been born in Liverpool – but I grew up in Hamburg

Vor genau 50 Jahren entstand das Cover des berühmten Abbey-Road Albums der Beatles. Genau der richtige Zeitpunkt also, um der Band an dieser Stelle unsere Ehre zu erweisen. Schließlich verdankt ihnen Hamburg genau so viel wie sie der Stadt. Ohne den Star Club auf der Großen Freiheit, so betonten die Pilzköpfe immer wieder, wäre ihre Karriere möglicherweise im Sande verlaufen. So aber war Hamburg im wahrsten und musikalischen Sinne des Wortes ihr Tor zur Welt. Aber nicht nur musikalisch, auch stilistisch haben die vier Herren Maßstäbe gesetzt. Das Bild der vier Musiker, die über den Zebrastreifen von den Abbey Road Studios gehen, ist weltberühmt.

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Auch das Jacob ist in seiner langen Geschichte schon für viele seiner Mitarbeiter das Tor zur Welt gewesen – hat doch eine beeindruckende Anzahl Azubis nach erfolgreicher Ausbildung eine große Karriere in der nationalen und internationalen Hotellerie gestartet.
Wir verneigen uns – und schreiten als Hommage an die „Fab Four“ abteilungsweise über den Zebrastreifen auf der Elbchaussee (den es leider nur für diese Fotos gibt).

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John Lennon sagte, er sei zwar in Liverpool geboren worden, aber in Hamburg erwachsen geworden – was für eine Auszeichnung für unsere Stadt!

Wie war das eigentlich mit den Beatles und Hamburg?

Der erste Auftritt der Beatles im Hamburger „Indra“ war am 17. August 1960. Bruno Koschmider, Besitzer des Indra und eine Hamburger Kiezgröße der damaligen Zeit, waren von einem Liverpooler Geschäftspartner die Beatles vermittelt worden.
„Eine Schau“ forderte Koschmider von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und dem wenige Tage zuvor rekrutierten Schlagzeuger Pete Best. Die Band spielte wochentags 4,5 Stunden und am Wochenende sechs Stunden – insgesamt 48 Mal, bevor der Club wegen Lärmbeschwerden der Nachbarn geschlossen werden musste.

Die Beatles lernten die Fotografen Astrid Kirchherr und Jürgen Vollmer sowie den angehenden Künstler Klaus Voormann kennen. Sie prägen maßgeblich Stil (Pilzkopf-Frisuren) und Auftreten der Band und machen erstmals professionelle Fotos der Liverpooler.

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Am 30. November 1960 findet der letzte Beatles-Auftritt im Kaiserkeller auf der Großen Freiheit statt. George Harrison war aufgrund seiner erst 17 Jahre am 21. November abgeschoben worden. Man munkelt, Koschmider selbst habe der Polizei einen Tipp gegeben, da er wütend darüber war, dass die Band in den „Top Ten Club“ wechseln wollte. Paul McCartney und Pete Best mussten im Anschluss ebenfalls das Land verlassen, da sie der Brandstiftung verdächtigt wurden.

Die Beatles kehren am 1. April 1961 zurück in die Hansestadt: Für 92 Nächte in Folge spielen sie im „Top Ten Club“ an der Reeperbahn. Ein unglaubliches Pensum! Vor allem bei abendlichen 7 Stunden, am Wochenende sogar 8. Der letzte Auftritt der Band auf dem Kiez findet am 1. Juli 1961 statt.
Erst 1962 kommen die Fab Four wieder zurück in die Hansestadt – für ein 7-wöchiges Engagement im neu eröffneten „Star Club“, gefolgt von einer zweiten Konzertserie im November, gemeinsam mit Little Richard. Am 31. Dezember 1962 spielen sie ihr letztes Star Club-Konzert.

Rückkehr 1966

Die Hansestadt muss bis Juni 1966 auf die Rückkehr von Paul McCartney, Ringo Starr, George Harrison und John Lennon waten . Im Rahmen der „Bravo Beatles Blitztournee“ spielen sie zwei Konzerte in der Ernst-Merck-Halle (heute Messegelände). Support: „The Rattles“. Die Arbeitszeit hat sich im Gegensatz zu den Anfängen deutlich verkürzt: Nur eine gute halbe Stunde wird jeweils gespielt. Es ist gleichzeitig der letzte reguläre Auftritt der Pilzköpfe auf einer europäischen Bühne.

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Sechs Tage nachdem Lennon seinen Abschied verkündet hatte, wurde das Album Abbey Road, auf dessen berühmtem Cover die Beatles den Zebrastreifen der Londoner Abbey Road überqueren, veröffentlicht. Die LP endet nach einem mehrteiligen Medley mit dem Stück The End, das mit den Worten schließt:
„And in the end the love you take is equal to the love you make.“