Unterwegs mit den Pedelecs

Unterwegs mit den Pedelecs

Mit den Pedelecs bis zum Leuchtturm Wittenbergen oder bis zur Elbphilharmonie? Die Entscheidung muss ganz am Anfang getroffen werden.

Direkt unterhalb des Louis C. Jacob geht es entweder für nahezu 150 km geradeaus elbabwärts bis zur Nordsee  oder 10km elbaufwärts zur Fischauktionshalle, den Landungsbrücken und der Elbphilharmonie. Eine Grundsatzentscheidung also: sausen Sie mit Ihrem E-Bike Richtung Landpartie oder Richtung Metropole? Unsere ehrliche Meinung: wir empfehlen beides, denn beide Touren sind absolut lohnenswert, völlig unterschiedlich und bieten beeindruckende Kontraste.

Elbabwärts führt Sie der breite Elbradweg parallel zum Ufer vorbei an den Segelclubs des noblen Elbvororts Blankenese: Sie passieren unterhalb des Hirschparks (in dem es tatsächlich ein großes Hirschgehege gibt) den Mühlenberger Segelclub – das westliche Eldorado für Wassersportler, die am Feierabend nochmal kurz mit dem Boot auf die Elbe gehen. Ein Stück weiter gelangen Sie auf den Strandweg. Hier beginnt das berühmte Treppenviertel, ein idyllisches Fleckchen Erde, dessen Bewohner nicht nur die Quadratmeter und den Blick teuer bezahlen, sondern auch in Kauf nehmen, ihre Häuser größtenteils nur per pedes über viele Treppen zu erreichen.

Am Strandweg herrscht mehrmals pro Jahr Flutalarm und die Bewohner werden per Megaphon aufgefordert, ihre geparkten Autos vor den drohenden Wassermassen zu retten, notfalls auch im Pyjama. Wenn nicht geflutet, sitzt es sich an der Kajüte am alten Leuchtturm idyllisch auf Holzbänken mit den Füßen im Sand, einem kühlen Getränk in der Hand und einem Fischbrötchen in der anderen. Nicht nur für Hamburger ein herrlicher Kurzurlaub. Vom Fähranleger „Op’n Bulln“ (noch so eine tolle Location, um einen Sundowner zu genießen) kann man mit dem Rad ins Alte Land übersetzen und dort pure ländliche Idylle erfahren.

Auf der Blankeneser Seite geht es am Wasser entlang nach Wittenbergen, dem nächsten Leuchtfeuer. Dort wird im Sommer lustig in der Elbe geplanscht, aber Achtung! Der Sog der großen Containerschiffe wird leicht unterschätzt und die Gewalt des Flusses ist immens. Doch der Idylle tut dies keinen Abbruch.

Sollten Sie sich für den Weg elbaufwärts entscheiden, so passieren Sie den Fähranleger Teufelsbrück, unterhalb des landschaftlich einmaligen Jenisch Park gelegen, herrschaftliche Villen und rechter Hand den Hafen. Sodann erreichen Sie Övelgönne und die kleinen Kapitänshäuschen, die sich zwischen Strandperle und Museumshafen wie Perlen an einer Kette am Weg aneinanderreihen. Häuschen, bei deren Betreten man unwillkürlich den Kopf einzieht, die aber einen Blick bieten, der alles andere vergessen lässt.

Elbphilharmonie

Vom Övelgönner Museumshafen aus radeln sie entlang der Alten Elbstraße kurzfristig auf Kopfsteinpflaster, passieren das Altonaer Kreuzfahrtterminal und kurz darauf auch den Fischmarkt mit der Fischauktionshalle. Auch hier heißt es mehrfach jährlich „Füße hoch“ wenn die Elbe über die Ufer tritt und das Wasser in die Halle schwappt. Auf dem breiten Radweg geht es dann weiter Richtung Elbphilharmonie, die schon verheißend am Horizont thront. Rechts kann man das größte Schwimmdock von Blohm & Voss bewundern und links die Reliquien der bewegten Besetzerzeiten in den 90er Jahren: die Hafenstraßenhäuser, die seinerzeit in den abendlichen Nachrichten omnipräsent waren.

Wenige hundert Meter weiter erreichen Sie die Landungsbrücken – Ausgangspunkt für zahllose Hafenrundfahrten. Mit Blick auf die spiegelnde Fassade der Elbphilharmonie geht es sodann weiter Richtung HafenCity – erste Brücke rechts. Hier bieten sich zahlreiche Erlebnisse an.

Wir wünschen viel Spaß bei Ihrer Stadterkundung auf zwei Rädern.